Und, was ging sonst so? – 18.09.17

Am vergangenen Wochenende durften sich sowohl Starcraft- und Counter-Strike:GO-Fans gleichermaßen auf ein Highlight freuen. Letztere stürmten das Barclays Center in New York, wo an diesem Wochenende die ESL One (CS:GO) gastierte. Aber auch im eSport-Mekka fand ein echer Leckerbissen statt, denn in Seoul fand am Samstag das Finale der GSL Code S statt (SC2).

ESL One: New York 2017
Die ESL hatte an den Big Apple geladen und die Szene folgte. Das Turnier war nicht nur mit ordentlich Preisgeld ausgestattet ($250.000), sondern hatte auch ein sehenswertes Line-Up zu bieten. Neben Natus Vincere – dem Sieger der letztjährigen ESL One fanden sich erneut SK Gaming, Astralis, Team Liquid und Virtus.pro. ein. Ergänzt wurden die Teams durch EnvyUs, Cloud 9 und den FaZe Clan. Mit SK Gaming war in Gruppe A ein Team mit von der Partie, dem man einen Einzug in die Playoffs zutrauen durfte. Die Gruppengegner bestanden aus Na`Vi, EnvyUs und Cloud 9. Während EnvyUs sang- und klanglos bereits nach zwei Maps ausschied und zum Zuschauen verdammt war, holte sich SK recht unbeschadet den Gruppensieg. Im Decider-Match der Gruppe A musste sich Cloud 9 zwar einem bärenstark aufspielenden s1mple stellen, konnte die Series aber doch souverän mit 2:0 für sich entscheiden.

Auch in Gruppe B blieben die Überraschungen nicht aus. Mit VP, FaZe, Astralis und Team Liquid war die Gruppe enorm stark besetzt. Nachdem sich FaZe in Malmö noch in der Gruppenphase geschlagen geben musste, verlief in NYC alles nach Plan und man konnte sowohl VP als auch Astralis sehr deutlich in die Schranken weisen und den Gruppensieg einfahren. Virtus.pro musste erneut bereits in der Gruppenphase die Koffer packen und konnte im Lower-Bracket Match nur eine Map holen. Im Match um den Einzug in die Playoffs lieferten sich die Mannen rund um Coach zews ein sehenswertes Match mit Astralis. Nach drei knappen Maps (16:14 Inferno; 17:19 Cache; 16:12 Mirage) hießen die Sieger Team Liquid und durften sich auf eine Halbfinalpartie gegen SK Gaming freuen.

Team Liquid konnte in ebenjenem Halbfinale unter Beweis stellen, dass man als ernsthafter Titelaspirant wahrgenommen werden muss. Wie bereits eine Woche zuvor in Mykonos hatte Liquid erneut das bessere Händchen gegen die Brasilianer. Einziger Lichtblick für SK war die gute Performance von Fallen und eine weitere Ausnahmeleistung von Superstar coldzera, der trotz Niederlage erneut unter Beweis stellte, warum er als bester Spieler auf dem Planeten gehandelt wird. Highlight-Clips gefällig? Bitte sehr: 1 ; 2

Kommen wir von einem Superstar zu einem ganzen Team voller großer Namen. FaZe durfte im zweiten Halbfinale ran und musste sich Cloud 9 stellen. Das Team von Star-AWP Guardian machte mit den Amerikanern auf beiden Maps aber kurzen Prozess und lies das bisher so lautstarke Publikum im Barclays Center verstummen.
Auch das letzte Match des Wochenendes avancierte zum Schaulaufen der Superstars rund um NiKo. FaZe hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht mehr als sechs Runden pro Map abgegeben und wollte diesen Trend scheinbar beibehalten. 16:3 hieß es auf Inferno für das Starensemble. Einzig auf Overpass lies man Team Liquid mitspielen und gewann nur knapp mit 16:14. Auf Mirage schoß NiKo erneut die Konkurrenz vom Server (125 ADR), holte sich den ersten Titel mit dem neuen Line-Up und schnappte sich den MVP-Award gleich dazu.

Fazit: FaZe liegt ein makelloses Turnier hin, die Superstars sind in Form, mit Team Liquid ist in den nächsten Wochen und Monaten zu rechnen und Virtus.pro ist praktisch von der Landfläche verschwunden. Mit dieser Ausgangslage dürfen wir uns in jedem Fall auf einen heißen Herbst freuen.

Global StarCraft II League Season 3: Code S
Auf der anderen Seite der Welt schauten die SC2-Fans auf ein sehr ungleiches Duell. In Seoul standen sich INnoVation und sOs im Finale der GSL Code S gegenüber. Für sOs ging es dabei nicht nur um seinen ersten GSL Titel, sondern gleichzeitig um die direkte Qualifikation für die Blizzcon. Ihm gegenüber stand mit INoVation kein geringerer, als der beste Spieler der Welt (laut aligulac). Mit bereits zwei GSL-Titeln im Schrank wollte sich der koreanische Terraner den dritten Titel und die satten ~$35.000 Preisgeld sichern. Ganz dem Nickname The Machine entsprechend zeigte INoVation seinen unverkennbaren Macrostyle, fuhr damit aber nicht immer so erfolgreich und lag in der Series gleich zweimal hinten(0:1 und 2:3).
Im Wissen, dass er im straight-up Macro die schlechteren Karten haben würde, nutzte $o$ jede Möglichkeit, die er dem Protoss-Arsenal entnehmen konnte. Es sollte an diesem Tag aber nicht zum ganz großen Coup reichen, denn INnoVation behielt die Ruhe und konnte das Finale knapp mit 4:3 für sich entscheiden.

Besonders sehenswert sind die Matches auf Abyssal Reef, Odyseey sowie die letzte Map der Series auf Acolyte (schlicht weil es die letzte Map ist).

Die oben genannten Maps starten bei 42:58 (Abyssal Reef), 1:44:06 (Odyseey) und 2:20:53 (Acolyte).

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1 Antwort

  1. 25/09/2017

    […] Stats dieses mal einen Start-Ziel-Sieg einfahren und sich den Titel holen. Wie eine Woche vorher in GSL ging auch dieses Match über alle sieben Maps. Stats konnte mit seinem Sieg, den zweiten großen […]

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