DreamHack Denver 2017: Cloud 9 does Denver

Vom 20. Oktober bis zum 22. Oktober fand vergangenes Wochenende das nächste Event der diesjährigen DreamHack Open statt. Austragungsort war erstmals Denver, im amerikanischen Bundesstaat Colorado. Das mit acht Teams besetzte Turnier war ein klassisches Invite-Turnier, das durch zwei Qualifikanten bereichert wurde.

Auf der Teilnehmerliste fanden sich BIG, Cloud 9, CLG, mousesports, Renegades, Tempo Storm, LDLC und NRG. Letztgenannte Teams konnten sich über den amerikanischen bzw. europäischen Qualifier ins Turnier kämpfen. LDLC hatte aber etwas Glück beim Einzug, weil man den Spot nicht erspielte, sondern von Visa-Problemen bei den HellRaisers und der Absage von dignitas profitierte. Für eine DreamHack Open üblich betrug das Preisgeld $100.000.

Gruppe A:
Das Turnier begann in der Gruppenphase noch ohne große Überraschungen, während Cloud 9 ohne Probleme das Ticket für das Halbfinale sicherte (16:4 vs. Tempo Storm; 16:1 vs. Renegades), war der Kampf um Platz zwei in der Gruppe heiß umkämpft. Nachdem CLG Tempo Storm im Lower Bracket mit 2:1 besiegte, warteten im Deciders Match erneut das australische Renegades-Team. In einer spannenden Partie über drei Maps, konnten die Mannen um AZR den Platz in den Playoffs sichern.

Gruppe B:
Auch in Gruppe B konnten sich die beiden favorisierten Teams durchsetzen. Die Reihenfolge war jedoch etwas unerwartet. Nach Auftaktsiegen von mousesports (16:4 vs. LDLC) und BIG (16:5 vs. NRG), trafen die beiden europäischen Teams im Winners Match aufeinander. Wie bereits im Auftaktmatch von BIG war nex auch gegen mouz nicht zu stoppen und schoss die Deutschen fast im Alleingang ins Halbfinale. Im Lower Bracket konnten LDLC 2:0 gegen NRG gewinnen. Der Lohn? $1.000 mehr Preisgeld, dafür aber eine Klatsche im Deciders Match der Gruppe. Während ropz seine HLTV-Statistiken aufbesserte (130 ADR, +31) war nach zwei kurzen Maps 16:4 und 16:2 schon Schluss und das vorgezogene Finale (Cloud 9 vs. mousesports) somit perfekt.

Playoffs:
Im ersten Halbfinale trafen BIG und Renegades aufeinander, ein Match, dass es in dieser Konstellation weder vonseiten der Spieler noch der Teams schonmal gab. Mit Spannung durfte also erwartet werden, wie der sehr taktische Stil eines gob b gegen die Renegades abschneiden würde. Auf Cobblestone konnten beide Mannschaften eine sehr gute CT-Seite zeigen, die erste Hälfte ging mit 8:7 knapp an die Renegades, nach gewonnener zweiten pistole-round lies BIG aber die Zügel nicht mehr aus der Hand und konnte sich die Map mit 16:11 sichern. Auf Cache zeigte sich ein ähnliches Bild, diesmal mit starken T-Seiten. 10:5 hieß es nach der ersten Hälfte, nex bewies erneut seine starke Form und nach den kompletten 30 Runden hatte BIG mit 16:14 knapp die Nase vorn.

Einen richtigen Nailbiter lieferte die Partie zwischen C9 und mouz. Ganze 96 Runden, 3 Maps und zwei Overtimes brauchte es um einen Sieger zu ermitteln. Cobblestone ging mit 16:14 knapp an, Mirage ging etwas eindeutiger mit 16:10 an mousesports (Randnotiz: Beide Teams waren auf den Picks Ihres Gegners erfolgreich). Auf Overpass ging es dann erst richtig rund. Nach der 5:0 Rundeinführung wachten die Europäer endlich auf und es folgte ein offener Schlagabtausch mit vielen verschenkten Gelegenheiten auf beiden Seiten. Die erste Overtime gab wieder beiden Mannschaften die Möglichkeit ins Finale einzuziehen. Nach vierzig Runden konnte C9 aber schließlich als (verdienter) Sieger den Server verlassen.

BIG vs. Cloud 9:
Für das deutsche Team war es bereits das zweite Finale einer DreamHack Open in 2017. Zu Beginn des Jahres im Finale in Leipzig gegen markeloffs FlipSid3 unterlegen, war der Gegner diesmal auf dem Papier nochmals stärker. Für Cloud 9 war es bereits die vierte Dreamhack des Jahres (Platz 5-6 in Austin, Platz 7-8 bei der Dreamhack Summer, Ro4 in Montreal) und damit Zeit für das erste Finale. Das Team rund um Kapitän tarik kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken und war merklich heiß auf den Titel auf heimischem Boden.

Ganz ohne Überraschung und Spektakel ging das Finale dann auch, wie erwartet, mit 2:0 an die Amerikaner. Auf Cache, dem Mappick von BIG, ging es noch recht knapp zu. 16:13 hieß es am Ende, eine solide CT-Seite und ein geschicktes Ausnutzen des Aufbau von BIG auf CT-Seite machten den Unterschied. Auf Train war dann leider nichts mehr zu holen 16:6 war das Ergebnis und C9 der überaus verdiente Sieger in Denver. Aus deutscher Sicht ist besonders die Leistung von nex in den Fokus zu nehmen. Ein Rating von 1.29, 89 ADR und +26 über das gesamte Turnier zeigen einen klaren Aufwärtstrend.

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