Upsets in Down Under

Was die DreamHack Marseille bereits ankündigte, treibt die aktuell stattfindende IEM Sydney noch weiter auf die Spitze. Während in der französischen Hafenstadt die Überraschung noch darin lag, dass sich die Kräfteverhältnisse seit dem Major Anfang des Jahres geändert hatten, sind es in Australien handfeste Überraschungserfolge, die uns über den aktuellen Stand der Szene wundern lassen.

Aber spulen wir zunächst einige Woche zurück. Die Monate nach dem Major wurden vor allem von zwei europäischen Teams bestimmt. Zum einen war dies mousesports, die das internationale Durcheinander nutzen und zwei größere LANs in diesem Jahr für sich entscheiden konnten. Zum anderen war es das schwedische Team von fnatic, das innerhalb von zwei Wochen sowohl die IEM World Championship als auch die WESG gewann.

Nach einer kleinen Verschnaufpause begann in Marseille die erste LAN, die als Gradmesser der Szene gelten durfte. Neben den beiden gerade genannten Teams, konnte man evtl. noch FaZe zum Favoritenkreis zählen. Am Ende mussten sich die drei Titelaspiranten aber einem bärenstarken Astralis geschlagen geben. Als wirkliche Überraschung nahm man aus Frankreich mit, dass Neuzugang Stewie bei SK Gaming wohl noch nicht eingeschlagen hatte, da das Team bereits in der Gruppenphase die Segel streichen musste.

Upset Gallore

Was wir seit drei Tagen in Australien erleben, lässt aber wirklich verwundern. Hier die Geschehnisse im Schnelldurchlauf. Die Erstrundenpartien verliefen noch halbwegs gesittet, Astralis tat sich zwar mit NRG etwas schwerer, konnte in OT aber doch noch den Sieg für sich verbuchen. Wieder war es aber SK Gaming, die Federn lassen mussten. Ebenfalls in Overtime durfte Tyloo in dieser Partie als Sieger vom Server gehen.

In Gruppe A ging es dann im Upper Bracket munter weiter, denn sowohl FaZe als auch Cloud9 verpassten den direkten Einzug in die Playoffs. Dafür konnte sich das australische Team von Renegades gegen das Starensemble um NiKo durchsetzen und in der zweiten Partie war es erneut Tyloo, die den Skalp des Favoriten ergatterten. Die größte Blamage ereilte jedoch SK Gaming, die gegen Grayhound 1:2 unterlagen. Im weiteren Verlauf der Gruppe A konnte der nächste Underdog von sich Reden machen, als ORDER das Team von Cloud9 auf der dritten Map knapp in der zweiten Overtime unterlag.

In fünf Stunden können dann sowohl NRG als auch MVP PK versuchen je ein europäisches Top10 Team zu besiegen. Sei es der Jetlag, das Foster’s Bier oder sonstwas, die IEM hat schon jetzt bewiesen, dass Down Under alles möglich ist. Also Wecker stellen und morgen früh ab 04:00 Uhr MEST auf die nächste Überraschung warten.

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