Ein Wochenede zum Verschnaufen

Was war das doch für ein vergangenes Wochenende? Die Counter-Strike-Elite verteilte sich auf drei Kontinenten, $600.000 Preisgeld gab es zu verteilen und insgesamt drei Trophäen zu ergattern. Im eSport-Mekka Jönköping in Schweden fand die Dreamhack Open Summer 2018 statt, im brasilianischen Belo Horizonte war die ESL One zu Gast und in Shanghai (China) fanden die CS:GO Asia Championships statt.

Von den Topteams der Szene waren lediglich Astralis, Fnatic und Cloud9 in der letzten Woche nicht im Einsatz – nimmt man die Teams von Platz 11-20 noch hinzu, fehlten darüber hinaus ebenfalls nur noch NRG, HellRaisers und GODSENT. Für den gewillten Counter-Strike-Fan war rund um die Uhr Action angesagt und das nicht nur wegen der Turniere auf drei unterschiedlichen Kontinenten.

DreamHack Open Summer 2018 – $100.000 Preisgeld – Sieger: Imperial
Das “kleinste” Turnier des Wochenendes lief in Schweden ab. Wenn die DreamHack ruft, finden sich immer europäische Spitzenteams ein, um Ihren Teil des sechsstelligen Preisgelds einzufordern. Nach zuletzt starken Ergebnissen des Teams von North (Sieger DreamHack Tours und Halbfinale der StarSeries) ging der Squad um IGL MSL als Favorit ins Rennen. Jedoch musste man bereits im ersten Match eine Niederlage gegen den späteren Champion hinnehmen. The Imperial ließ über das ganze Wochenende keinen Zweifel daran, dass man mit der Mission nach Jönköping gefahren war, den Titel mit nach Hause zu nehmen. Neben coL war man als einziges Team der acht Teilnehmer den harten Weg über den Qualifier gegangen und konnte eindrucksvoll beweisen, dass der Sieg der Copenhagen Games im März keine Eintagsfliege gewesen war. Imperial wird wohl ein Name sein, den man zukünftig definitiv auf de Schirm haben muss – und gerade EspiranTo, der sich den Titel des MVP bei HLTV.org sichern konnte, wird von nun an noch stärker im Fokus stehen.

ESL One: Belo Horizonte 2018 – $200.000 Preisgeld – Sieger: FaZe Clan
Die mit vier der Top10-Teams besetze ESL One war für den Casual Fan sicherlich die interessanteste Veranstaltung des Wochenendes. Neben den Publikumslieblingen von FaZe hatte vor allem das brasilianische Team von SK Gaming ein unglaubliches Publikum hinter sich. Die Gruppenphase lief ohne größere Überraschungen über die Bühne und Titelfavoriten konnten alle ihre Playoff-Tickets buchen. Das Team von mousesports machte mit Stand-in n0thing kurzen Prozess mit den Brasilianern (und Stewie) und auch FaZe ließ sich nicht beirren und konnte mit ihrem Ersatz in Form von cromen ebenfalls das Finale erreichen. Das Finale wurde dann zum spannenden 5-Mapper, in dem NiKo seinen alten Clan überweite Strecken dominierte und – für ein Finale ungewöhnlich – der beste Spieler auf dem Server war, FaZe zum Titel ballerte und sich selbst die MVP-Medaille umhängen durfte.

CS:GO Asia Championships 2018 – $300.000 Preisgeld – Sieger: Na’Vi
In Shanghai konnte sich der Favorit Natus Vincere relativ problemlos durchsetzen und den Scheck über $150.000 in Empfang nehmen. Auf dem Weg dorthin besiegte man in der Gruppenphase Team EnvyUs sowie das neue Team von NiP, die von nun an mit Lekro an den Start gehen. Im Halbfinale hieß es dann erneut 2:0 gegen EnvyUs, die im Viertelfinale Heroic besiegt hatten. Das Finale fand dann gegen Virus.pro statt, die ein durchaus respektables Turnier ablieferten und zweimal Tyloo und einmal Heroic besiegen konnten. Das Finale war trotz des Ergebnisses von 2:1 wenig spannend, da der Verlierer nie mehr als sechs Runden auf der jeweiligen Map holte und das Endspiel daher recht schnell beendet war. s1mple ließ mal wieder keinen Zweifel daran, wer aktuell das Maß aller Counter-Strike-Dinge ist und holte sich seinen vierten! MVP-Titel des Jahres.

Fazit
Auch wenn Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, ist es wohl fraglich, ob man drei relevante Turniere am gleichen Wochenende austragen muss – gegeben dem Fall, dass die einzelnen Turnierveranstalter überhaupt Absprachen miteinander treffen (können/wollen). Der normale Zuschauer wird wohl weder die Zeit noch die Muse haben sich für alle drei Turniere zu interessieren, auch wenn die Line-ups der Veranstaltungen dies durchaus gerechtfertigt hätten.

Vor allem die DreamHack Open sind dieses Jahr in ihrer Terminfindung eher unglücklich, da zu fast jedem ihrer Veranstaltungen eine andere, größere, LAN die Zuschauer zu sich zieht.

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